Wahlen 2021: Falsche Theorie (falsche Erzählung) trifft auf Wirklichkeit – Teil 6 (Ergänzung 1 zu Klima)

Wir haben bereits im 1. Posting zum Thema Klima festgestellt:

[Die] Existenz einer mathematischen „Konstante“, die die Gesellschaft an die Physik bindet, enthält ein entscheidendes Teil des menschlichen Puzzles: Wirtschaftlicher Wohlstand ist untrennbar mit dem Energieverbrauch verbunden; …

also eine physikalische Konstante die Wohlstandsmehrung an Energieverbrauch bindet? Ja, genauso ist es  – eine durchschnittliche Wohlstandsmehrung von 1.000 Dollar bedingt einen zusätzlichen Energieverbrauch von 5,6 Watt!

Wer hätte das gedacht: Unser Lebensstil kostet uns das Leben! *uiuiui*

Gerald Altmann – Pixabay.com
Fünf vor zwölf? Es ist viel später! Gerald Altmann, Pixabay.com

Wie schräg die Diskussion um den Klimawandel trotzdem läuft, lässt sich an folgendem Beispiel illustrieren; es geht hier um den Ökonomen William Nordhaus,

… Gewinn[er] des prestigeträchtigen Preises der schwedischen Reichsbank [aka „Wirtschaftsnobelpreis“ – HHö] … Gewürdigt wurde der Yale-Professor 2018 für »die Integration des Klimawandels in langfristige makroökonomische Analysen«. …

Das ist natürlich Bullshit!

Wir haben bereits eingangs dargelegt, dass jeder Zuwachs an BIP (Bruttoinlandsprodukt) mit einem Aufwachsen des Energieaufwands zwangsläufig verbunden ist!

Daher ist der Mythos, der Klimawandel hätte auch irgendwelche positiven Seiten, definitiv falsch!

Unter der Überschrift »Der gefährlichste Schwindel der Wissenschaft«1)gefährlich ist so ein „Schwindel aus der Wissenschaft“ weil er nicht irgend etwas oder gar einen Zusammenhang erklärt, sondern weil er die Menschen, die davon hören, verwirrt! Siehe auch hier, Zitat: „Ja, es ist immer wieder überraschend, wie überrascht Menschen und vor allen Dingen Organisationen sein können. Das ist, finde ich einfach, eigentlich fast tragisch.“ wird ausgeführt – und die Gegenthesen, die vorgebracht werden sind logisch(!) –, warum Nordhaus Thesen falsch sind:2)weiteres Zitat: „[Steve Keens] Kritik hat es in sich: Nordhaus habe nicht auf solide empirische Daten zurückgegriffen, diese seien vielmehr »Zahlenangaben zur Untermauerung eines bereits bestehenden Glaubens« – dass nämlich der Klimawandel nur einen trivialen Einfluss auf die Wirtschaft haben könnte. Diese Praxis, so rechnet Keen mit einer ganzen Zunft ab, wurde von späteren neoklassischen Ökonomen eher nachgeahmt als in Frage gestellt.“

… Stein des Anstoßes: Nordhaus verwendet das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – also der Wert der produzierten Güter und Dienstleistungen in einem Jahr – als zentrale Bezugsgröße. Schnell kommt er zu der Feststellung, dass 87 Prozent der wirtschaftlichen Aktivitäten in den USA vom Klimawandel nicht betroffen wären, da sie in kontrollierten Umgebungen stattfänden. Nordhaus meint damit: in geschlossenen Räumen.

Ausgesetzt wären den Unwirtlichkeiten des Wetters nur Landwirtschaft, Waldwirtschaft, Fischerei und Bergbau. Also könnte durch den Klimawandel – so lässt sich daraus folgern – maximal 13 Prozent des BIP zerstört werden. Für Nordhaus handelt es sich dabei um das absolute Worst-Case-Szenario, schlimmer kann es in den Annahmen seines Modells nicht kommen. Schließlich kann man in geschlossenen Räumen entweder die Klimaanlage oder die Heizung hochdrehen.

BIP und Energie korrelieren

Keen nun wirft Nordhaus vor, kein Wort darüber zu verlieren, wie denn die 87 Prozent der wirtschaftlichen Aktivitäten mit Energie versorgt werden sollen, wenn die Energieversorgung von fossilen Energieträgern wie Öl, Gas oder Kohle auf nachhaltige Energiequellen wie Sonne, Wind und Wasser umgestellt werden soll. Und das, obwohl das BIP der Welt deutlich mit dem Energieverbrauch korreliert, wie Keen zeigt: Ein Anstieg des BIP ging in den letzten 50 Jahren immer mit einem Anstieg des Energieverbrauchs einher – die Korrelation beträgt 99,7 Prozent, ist also fast identisch. [Hervorhebung HHö]

Ich glaube, weiter muss man das nicht ausführen: Wissenschaftler, die den Klimawandel kleinreden und/oder ihm auch positive Wirkungen zuschreiben, sind auf dem Holzweg!

In den Spotligths und im Themenheft von MAKROSKOP sind in der Rubrik Umwelt im Sinn weitere interessante Artikel zu finden, z.B.: Cradle to Cradle Ohne Kreislaufwirtschaft keine Zukunft, Verkehrspolitik: Auf die falsche Karte gesetzt (dieser Artikel fordert einen zweiten Nachtrag zum Thema Klima, nächste Woche) und Vier Krisen, eine Lösung. Die Lektüre ist dringend angeraten.

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Die Anonymität im Internet ist aufzuheben!

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Einzelnachweise

Einzelnachweise
1 gefährlich ist so ein „Schwindel aus der Wissenschaft“ weil er nicht irgend etwas oder gar einen Zusammenhang erklärt, sondern weil er die Menschen, die davon hören, verwirrt! Siehe auch hier, Zitat: „Ja, es ist immer wieder überraschend, wie überrascht Menschen und vor allen Dingen Organisationen sein können. Das ist, finde ich einfach, eigentlich fast tragisch.“
2 weiteres Zitat: „[Steve Keens] Kritik hat es in sich: Nordhaus habe nicht auf solide empirische Daten zurückgegriffen, diese seien vielmehr »Zahlenangaben zur Untermauerung eines bereits bestehenden Glaubens« – dass nämlich der Klimawandel nur einen trivialen Einfluss auf die Wirtschaft haben könnte. Diese Praxis, so rechnet Keen mit einer ganzen Zunft ab, wurde von späteren neoklassischen Ökonomen eher nachgeahmt als in Frage gestellt.“

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