Wahlen 2021: Falsche Theorie (falsche Erzählung) trifft auf Wirklichkeit – Teil 4 (Das „Ding“ mit den Steuern)

Theorie und Wirklichkeit: Wie ist das mit dem „Ding“ Steuern? Keine Angst: Hier längst schon geschlagene Schlachten sollen nicht erneut geschlagen werden. MYTHOS vertraut weiterhin auf Beardsley Ruml „Taxes for Revenue are Obsolete1)Januar 1946, damaliger Chairman of the Federal Reserve Bank of New York, Originaltext hier, Übersetzung Steuern auf Einnahmen sind obsolet auszugsweise hier und auf die weiteren Untersuchungen, Ergebnisse und Vorschläge aus den Kreisen der Modernen Geldtheorie (MMT).

So ist das mit den Steuern! Cliker-Free-Vector-Images, Pixabay.com

Initial kommt das Geld vom Staat – es kommt als Staatsausgabe und geht als Steuern/Gebühren/Abgaben und Einnahmen von öffentlichen Betrieben wieder zurück! (ggf. auf MYTHOS in den Kategorien Geld und Staatsfinanzierung nachzulesen) So wird staatlich geschöpftes Geld wieder eingesammelt um die Inflation zu steuern.

Deshalb macht es auch keinen Sinn, das Kapital zu hofieren und zu privile-gieren2)Das Bild spricht Bände! „Unser aller Armin“ (Tschuldigung) bei der INSM! – und siehe unbedingt hier!! Das Kapital hat kein Interesse an Steuern zahlen, das Kapital ist nur daran interessiert, Rechte auf Einnahmen zu generieren, egal wie, da stören Steuerzahlungen nur. Das Interesse des Kapitals ist es, Rechte auf Einnahmen, Besitz, Renditen einzusammel! Das ist alles, was das Kapital interessiert!3)schlag nach bei Katharina Pistor Der Code des Kapitals – Wie das Recht Reichtum und Ungleichheit schafft, Suhrkamp, ISBN 978-3-518-58760-7

Wer Unternehmerkapital hofiert, gilt als wirtschaftskompetent. Schließlich schafft Kapital Innovationen, Wohlstand und Arbeitsplätze. Tatsächlich verursacht die Hofierung des Kapitals genau die Probleme, die durch sie angeblich gelöst werden sollen.

Denn u. a. so(!) gerät zuviel Geld in die Hände der Kapitalhaber, der Aktionäre, der hohen Vermögen … und das Wiederabschöpfen von Geld – auch zur Inflationssteuerung – durch die Erhebung von Steuern ist nicht möglich, wenn die Steuern mit Tricks vermieden werden!

So ist es ein Mythos, dass Steuersenkungen irgend einen positiven Impuls bewirken. Weil sich das nur für hohe Einkommen so richtig lohnt, ist das Gegenteil ist richtig, Vermögenspreisinflation (asset-price-inflation) ist die Folge!

Alle müssen Steuern zahlen, natürliche und juristische Personen (also auch alle Unternehmen im gleichen Maß) und zwar im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten und auf alle Einkommen! Ist das nicht der Fall: Siehe oben (und weiteres siehe unten).

Wir wollen nicht vergessen: Die unteren Einkommen zahlen – außer der Mwst., und die volles Rohr! – keine bis wenig Steuern. Steuerentlastungen (aka „Kapital hofieren“) sind also eh nur für die hohen Einkommen und die Vermögenden spürbar bis wirksam. Wer fragt hier nach Gerechtigkeit? Niemand, zumindest nicht aus der Politik!

Aus dem oben verlinkten Beitrag:

Wer Unternehmerkapital hofiert [soll heißen: die Steuern senkt – HHö], gilt als wirtschaftskompetent. Schließlich schafft Kapital Innovationen, Wohlstand und Arbeitsplätze. Tatsächlich verursacht die Hofierung des Kapitals genau die Probleme, die durch sie angeblich gelöst werden sollen.

und

Diese „Hofierung“, die auch „Wirtschaftskompetenz“ genannt wird, findet sich in den vielfältigsten Manifestationen. Etwa in der Absenkung des Reservationslohns ([Link HHö] vor allem Abschaffung der sogenannten „Arbeitslosenhilfe“), die Beschäftigte mit Blick auf Lohnforderungen und Arbeitseinsatz gefügig machen soll, da ihnen von nun ab ansonsten bald der Absturz droht; in der degressiven Besteuerung von Kapitaleinkommen („duale Einkommenssteuer“); oder beispielsweise in der Senkung der nominellen Unternehmenssteuern ab 2001 von 51,6 Prozent auf nunmehr 29,8 Prozent und der faktischen Nicht-Besteuerung von Vermögensbeständen. …
… Aber warum brauchen wir Wachstum? Es wäre interessant, die Kanzlerin mit dieser Frage zu konfrontieren. Und dabei darauf hinzuweisen, dass jedenfalls die Deutschen keinerlei Bedarf mehr haben für noch mehr BIP. Es herrscht Wachstumsmüdigkeit. [es besteht vielmehr Bedarf an gerechterer Verteilung – HHö]
… Und da hilft auch kein „grünes Wachstum“, da eine dafür notwendige absolute Entkopplung schlicht unvorstellbar ist, …

usw.

Wo soll denn da der so oft beschworene positive Effekt von Steuersenkungen herkommen und was hätte der mit der gegebenen Realität zu tun?

Die Parteien erdreisten sich (schon wieder) über die – nach ihrer Wahl – besseren, gerechteren Steuern zu schwafeln ohne den genauen Gesamtpreis zu nennen!

Die „Steuerpakete“ der Parteien – und alle wollen die Schuldenbremse (aka Wachstumsbremse) unbedingt einhalten (weil Schulden (Kredit) sind ja „pfui“) – summieren sich auf stattliche Summen:

FDP  minus 88 Mrd€          minus für …
CDU minus 33 Mrd€          die unteren 94%
SPD plus 14 Mrd€              plus für Einkommen …
Grüne plus 18 Mrd€           … < 150t€
Linke plus 90 Mrd€            plus für 94%

Die Steuererleichterungen von SPD und Grünen erreichen die unteren 97% der Bevölkerung!

Quelle4)Unter stimmt das denn alles? bringt der Faktencheck zur Sendung den faktencheck-23-juli-2021-100.pdf und unter der Überschrift Tax shopping extrem (S. 26 im PDF) die Quellen für die Fakten der Sendung

Das „Ding“ mit den Steuern hat viele Facetten in denen die Parteien und die Politniki (Tschuldigung) so vor sich hin lügen. Daher gibts noch einen Zweiten Teil.

Einzelnachweise

Einzelnachweise
1 Januar 1946, damaliger Chairman of the Federal Reserve Bank of New York, Originaltext hier, Übersetzung Steuern auf Einnahmen sind obsolet auszugsweise hier
2 Das Bild spricht Bände! „Unser aller Armin“ (Tschuldigung) bei der INSM! – und siehe unbedingt hier!!
3 schlag nach bei Katharina Pistor Der Code des Kapitals – Wie das Recht Reichtum und Ungleichheit schafft, Suhrkamp, ISBN 978-3-518-58760-7
4 Unter stimmt das denn alles? bringt der Faktencheck zur Sendung den faktencheck-23-juli-2021-100.pdf und unter der Überschrift Tax shopping extrem (S. 26 im PDF) die Quellen für die Fakten der Sendung

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