Ein Kessel Buntes # 1

1. Corona
und kein Ende – als ich vor 5 Wochen den ersten Beitrag zu Bananistan schrieb, habe ich mich auf Zeugenberichte aus meinem privaten Umfeld gestützt und – in diesem Moment – keine Idee vom strukturellen Problem der CDU gehabt (siehe Staatsbürgerliche Vereinigung … die ganzen Unappetitlichkeiten der CDU seit 1954! will ich euch und mir ersparen)1)eine längere, sehr komplette Beschreibung der CDU entlang des Werdegangs von Helmut Kohl: Helmut Kohl und der Bimbes: Die schwarzen Kassen der CDU Zitat: Im Lauf der Jahre landen nicht nur Hunderttausende DM auf den Schwarzkonten der CDU, sondern viele Millionen. Alles vorbei am Finanzamt, an der deutschen Öffentlichkeit, den deutschen Bürgern, dem Souverän..

Links eröm? Räts eröm? – Gerald Altmann, Pixabay.com
Links eröm? Räts eröm? – Geralt Altmann, Pixabay.com

Natürlich war mir die Staatsbürgerliche Vereinigung bekannt; damit war mir auch bekannt, dass diese Partei der Selbstbedienung und Spezelwirtschaft Tür und Tor geöffnet hat … und sich sogar deren damals amtierender Bundeskanzler zu einem Blackout retten musste (nicht nur einmal). Aber bleiben wir bei Corona.

Das z.Z. beliebte Thema Impfen:

Wie sieht es denn in der Schweiz aus? „Verhältnisblödsinn in der Covid-Impferei

Es ist überall das Gleiche: Der kleine Beamte/Funktionär/Schreibtischtäter: „Mein Schreibtisch, meine (kleine) Macht, meine Sicherheit (bloß nix falsch machen, wer sich bewegt hat verloren), hier darf niemand draufgucken … und ich gebe auch (freiwillig) nix weiter!“ Wie schreibt Petra Morsbach doch so treffend: „Ohne individuelle Verantwortung ist Qualität nicht zu haben!“ (Der Elefant im Zimmer, S. 355, Fußnote 378)

Auch in D bleibt alles beim alten: Mutti diskutiert mit den Ministerpräsidenten (Motto: „Wenn ich nicht mehr weiter weiß dann mach‘ ich einen Arbeitskreis!“), die Hausärzte sollen mit impfen, ab März, Ende März, Mitte April … (das Jahr wurde wohlweislich nicht genannt).

Und darüber hinaus: Die Experten (große Mehrheit) gegen die Experten (kleine Minderheit), jeder gegen jeden, USA & UK gegen Europa und den Rest der Welt … und die Pharmaindustrie schielt nach der Rendite und zuckt mit den Schultern wenn es zu Lieferengpässen kommt; sie hat im Zweifel die Ausrede „hätte, hätte, Lieferkette“ parat (was tlw. stimmt – der Globalisierung, der Betriebswirtschaft und der Rendite (Shareholder-Value) sei Dank).

Und dann immer wieder Israel: Auf die geographischen, klimatischen, kulturellen und demographischen Unterschiede will ich nicht weiter eingehen, der Blick auf die Landkarte reicht: Die Wege sind kurz, die Bevölkerungszahl nicht sehr hoch (Israel ./. NRW ~ 22.000 km², ~10 Mio. Menschen ./. ~ 34.000 km², ~20 Mio Menschen), das plolitische Regime unterscheidet sich stark (hat durchaus autoritäre Züge) und ist von Rücksicht auf religiöse Parteien und rudimentärem Datenschutz gekennzeichnet. Die Pharmaindustrie arbeitet gerne mit Israel zusammen: Datenschutz null, zero, nada – alle Daten an die Pharmafirmen.

Wer nicht glaubt, dass die Pharmafirmen an Bimbes interessiert sind 😉 bitte hier (Die Anstalt, ZDFmediathek, ab 33’40“ – eine geniale Sendung!!)

Sehr interessant auf swr2 (14.03.21, 08:30 h):

Wie ein Brennglas hat das Corona-Virus die sozialen, politischen und ökonomischen Probleme der Gesellschaft offenbart. Vor allem im Umgang mit Risiken müssen wir noch einiges lernen. Das ist eine Lektion, die uns die Corona-Krise lehrt.

Corona-Krise – Was muss die Demokratie aus der Pandemie lernen?

… eine sehr wichtige Lektion aus der Corona-Krise [ist es], dass es nämlich fatal ist zu glauben, man könne sich mit Problemen erst dann beschäftigen, wenn sie da sind. Lektion 1 könnte also lauten: „Fahren auf Sicht“ ist keine erfolgreiche Strategie.

Damit komme ich zum zweiten Schritt. … Wie gelingt es der Politik einen angemessenen Aufmerksamkeits-horizont zu entwickeln? Lassen sich institutionelle, strukturelle, systemische Antworten auf die Frage finden, wie wir professionelles, antizipationsfähiges Risikomanagement in die Politik bringen? Die klassische Antwort darauf lautet natürlich: Expertise. Und wer hat Expertise? Natürlich Expertinnen und Experten. …[Aber] bereits Mitte der 80erJahre einen Trend, der heute die Kommunikation zwischen Exper*innen und den Bürgerinnen und Bürgern prägt: Expertise wird nicht mehr unhinterfragt angenommen. Die Bürger-innen und Bürger konsultieren Gegenexperten, sie wollen mehrere Meinungen hören, sie wollen nicht nur Ergebnisse sondern auch Herleitungen und Begründungen

Das ist völlig korrekt und notwendig, bedarf aber einer ideologie- und vorurteilsfreien Kommunikation zwischen allen Diskutanten.

…  [Die] dritte Lektion [Krisenbewältigung durch Fantasie] ist vielleicht die wichtigste Lehre nach einem Jahr Corona-Krise: Wenn wir weg vom „Fahren auf Sicht“ kommen wollen, müssen wir Mechanismen entwickeln, die den Aufmerksamkeitshorizont der Politik erweitern und einen „Sinn für das Mögliche“ eröffnen.

Denn Demokratie braucht auch Fantasie. Das ist keine romantische Schwärmerei, sondern schlicht die Einsicht in eine Notwendigkeit in der Risikogesellschaft.“

Dem ist wenig hinzuzufügen.

2. Internet
Die Cloud ist abgebrannt, auch hier: Oh du schönes Internet. Wer Geld sparen wollte und auf ein zusätzliches (dezentrales) Backup verzichtet hat, dem kommt jetzt eine Idee dafür wie teuer billig & effizient in Wirklichkeit ist.

Weiter geht’s mit: Google schafft das tracking ab. Ob die wohl MYTHOS lesen? Nö, glaub‘ ich eher nicht! 🙁

„Ein Update in Googles Browser Chrome soll in wenigen Wochen einer verbreiteten Form der Datensammelei im Netz ein Ende bereiten. Doch der vermeintliche Schlag gegen Tracking könnte die Dominanz Googles stärken, glauben Beobachter ….“

Der Trick ist durchsichtig: Google bohrt seinen Browser auf (Google Chrome, der mit Abstand meist genutze weil auf Android-Handys vorinstalliert) und erledigt das Abschnorchel dann per entsprechend ertüchtigtem Browser. Da die Leute glauben dann von Cookies & Co. verschont zu werden wechselt der Rest, der heute noch nicht an der kurzen Leine hängt (darauf spekuliert Google wohl) scharenweise(?) zu Google Chrome und Google baut so seine Dominanz aus.

Kommentar: Yep, so geht soziale, freie Marktwirtschaft!

PS.: Wer Firefox nutzt und wissen will, wie er den FF googlefrei kriegt, bitte melden. Gebrauchsanweisung gibt’s kostenlos!

3. Finanzmarkt
Greensill Bank, das gleiche Muster wie Wirecard: Eine Pommes-Bude mimt eine kleine, solide erscheinende Bank als Aushängeschild für das Konglomerat, welches die Milliarden hinter den Kulissen verspekuliert, veruntreut oder schlicht: klaut. Keiner merkt was (besser: Keiner will was merken!!) Da wird noch mehr hoch kommen, einstweilen siehe hier!

Es ist wie immer:

Immerhin hatte die Bafin bereits bei der Übernahme der Bremer Nordfinanz Bank durch Greensill im Jahre 2014 wegen dieses Großinvestors mit der Konzentration auf wenige Megainvestoren ein gefährliches „Klumpenrisiko“ befürchtet.

Bafin … befürchtet … Klumpenrisiko … Sommer 2019 … Verdachtsfall … ist gut, lieber Hicki, leg‘ dich wieder hin (Rudolf Hickel, den ich sonst sehr schätze!)

Oh, Hicki ist wieder aufgewacht:

Gießens Bürgermeister verteidigt seine gescheiterte Anlagestrategie mit dem Hinweis auf gute Ratingnoten. Beispielsweise hat die Ratingagentur Moody’s Greensill-Produkte mit dem Investment-Grad geadelt, also mit einer geringen Ausfallwahrscheinlichkeit.

Auch dies erinnert an die Finanzkrise, als Ratingagenturen Schrottpapiere mit ihren Noten weltweit aufhübschten. …

Gute Bemerkung von Rudolf Hickel, Übersetzung in die allgemeine Blödheit (Tschuldigung) uff hessisch: „De Rad_ing-Agendure habbe gerade, jo, da kammer dann nix mache, gell!“

Einzelnachweise

Einzelnachweise
1 eine längere, sehr komplette Beschreibung der CDU entlang des Werdegangs von Helmut Kohl: Helmut Kohl und der Bimbes: Die schwarzen Kassen der CDU Zitat: Im Lauf der Jahre landen nicht nur Hunderttausende DM auf den Schwarzkonten der CDU, sondern viele Millionen. Alles vorbei am Finanzamt, an der deutschen Öffentlichkeit, den deutschen Bürgern, dem Souverän.

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