Das Internezz und seine Parasiten – Teil 1

Tschuldigung für den Schriebvähler, es muss natürlich Internet heißen! Diese Zeit hat auch ihr Gutes: Mehr Zeit zum Lesen, mehr Zeit fürs Internet – z. B. nachgucken, was so auf den vergang-enen Veranstaltungen des CCC wichtig war. CCC? (Chaos Cumputer Club) Waren das nicht die Jungs, die den, lt. Bundespost absolut sicheren BTX-Dienst, 1983 gehackt haben? Seit dem gilt: Wenn der  CCC zu seiner jährlichen Veranstaltung einläd, dann heißt es: Aufgepasst!

Warum im Internet nur für Waren zahlen? Mediamodifier – Pixabay.com

Nachtrag zum Bild: Kann man denn nicht auch für die gesamte Internet-Dienstleistung zahlen? Über so’ne Einrichtung wie die IGEZ, die Internet-Gebühren-Einzug-Zentrale? So ~ 20 € monatlich … und dann alles ohne Werbung!

Hier will ich den Vortrag von David Kriesel vom 33c3 hervorheben und um höchste Aufmerksamkeit bitten (yt 58′, netto ~ 45′ – wem der Wikipediaeintrag zu D. Kreisel nicht reicht, der schaue sich bitte den, dort auch erwähnten, Xerox-Bug an (hier auf dem 31c3)1)Kurzversion „Traue keinem Scan, den du nicht selbst gefälscht hast“: Scans  entsprechen häufig nicht dem Original, besonders dann, wenn Xerox-Geräte involviert waren. Dies trifft natürlich auch auf Kopien zu, die vorher als Scans, also als Datei vorlagen und die anschließend ausgedruckt Ausdruck wurden.

Sehr interessant wird es ab 11’40“ (personenbezogene Meta-Daten – das, was häufig abgetan wird mit: „Isch habb‘ nix zu verbersche, gell!“)), der Höhepunkt ist dann bei 17’02“ – 18’30“ („… die selbst George Orwells Big Brother die Schamesröte ins Gesicht treiben würde!“).

Fassen wir das ganze grob zusammen: Kommt Internet auf den Tisch, tönt es einerseits: „Ach hör uff, dess wisse merr doch.“ (Und?) und „Außerdem: Mir habbe nix zu verbersche, gell!“

Und andererseits? Den (nachprüfbaren) Aussagen Kriesels (16’42“) „Wenn ihr Daten veröffentlicht entscheidet nicht ihr, was ihr gerade da veröffentlicht, das entscheidet der Gegner“ und (17’28“) „das Missbrauchsprofil kann man gar nicht in Worte fassen!“ ist nichts hinzuzufügen.

Zum Mythos Internet sage ich nur: Parasiten hinter jeder Null und hinter jeder Eins! Und Achtung: – Careful with the Axe, Eugene

Die eine Seite des Internet ist: Die Menschen werden abgeschnorchelt, abgehört – von privaten Firmen die ihren Aktionären gegenüber gewinnpflichtig sind (alles was Gewinne und höhere Aktienkurse bringt ist okay) –; der gläserne Nutzer der nicht mehr an der kruzen Leine sondern schon bald direkt am Halsband geführt werden soll; unsere Innenstädte – soweit das nicht schon die Stadtpolitik via EKZ auf der grünen Wiese erledigt hat – werden amazonisiert (wer braucht denn noch Geschäfte?) usw.

Die andere Seite des Internet soll sein: Alles umsonst, oh wie schön! „Schöne neue Welt“ ist es schon 1984?

Facebook hat Apple den Krieg erklärt, und das könnte das Ende von Facebook bedeuten

… „Move fast and break things“ („Schnell bewegen und Dinge kaputt machen“) war jahrelang das offizielle Motto von Facebook. Es sollte Designern und Managern eine Orientierung geben, wurde aber zu einem wesentlichen Teil der DNA des Unternehmens. Nun, Facebook hat sich schnell bewegt. Und es hat dabei eine Menge Dinge kaputt gemacht. Das Unternehmen brach wichtige Dinge, wie das Vertrauen seiner Nutzer. Viele von ihnen begannen zu verstehen, dass das Produkt von Facebook zwar „kostenlos“ war, sie aber bezahlten, indem sie zum Produkt wurden.

Als Gegenleistung für die Möglichkeit, mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben, einen personalisierten Newsfeed zu haben und lustige Katzenvideos zu sehen, wurden die Nutzer ermutigt, ihre Online-Seele zu verkaufen – in Form von personalisierten Daten, die Facebook verwendet, um relevante Werbung zu verkaufen. Als das Verständnis in der Öffentlichkeit zunahm, begannen viele eine Kampagne, um „Facebook zu löschen“.

Aber Facebook war zu berauscht von seiner wachsenden Nutzerbasis, um die Zeichen an der Wand zu erkennen. Schließlich hatte das Unternehmen einen Skandal nach dem anderen verkraftet. Milliarden von Menschen nutzten Facebook weiterhin.

Das Problem für Facebook ist, dass Apples Update viele Nutzer darüber aufklären wird, wie sehr Facebook sie tatsächlich verfolgt – und es wird es für diese Nutzer viel einfacher machen, sich dagegen zu entscheiden. Die Tatsache, dass Facebook so hart gegen Apple kämpft, zeigt, dass das Unternehmen mit einem großen Schaden für sein Geschäft rechnet.

Was ist mit Facebooks Argument, dass Apples neue Richtlinie das Internet zum Schlechten verändern wird? Facebook behauptet, dass diese Änderung dazu führen wird, dass Ihre Lieblings-Kochseiten oder Sport-Blogs Abo-Gebühren erheben müssen, „was das Internet viel teurer macht und hochwertige kostenlose Inhalte reduziert“.

… was das Internet viel teurer macht … hoi, ein Bigplayer gibt zu, dass das Internet gar nicht umsonst ist! Wer hätte auch gedacht, dass tausende von Softwaresklaveningenieuren essen müssen, dass Strom für die Server und Hardware Geld kosten??

Aber hier ist die Sache: Das Modell der kostenlosen Inhalte ist seit Jahren kaputt. Deshalb sind die meisten Online-Publikationen bereits auf andere Wege des Geldverdienens umgestiegen, sei es durch Abonnements, Produkte oder ähnliche Mittel.

Mit anderen Worten: Facebook kämpft nicht nur gegen Apple, sondern auch gegen die Zukunft.

Natürlich könnte sich Facebook einfach der Zukunft – und Apple – stellen. Es könnte sich darauf konzentrieren, den Schlag einzustecken und damit beginnen, sein Produkt und Geschäftsmodell zu adaptieren. Stattdessen vergeudet das Unternehmen wertvolle Zeit und Ressourcen mit dem Kampf gegen die Datenschutzrichtlinien von Apple – etwas, worauf es keinen Einfluss hat und das Apple wahrscheinlich nicht ändern wird.

Die Situation ist klar: Facebook lebt schon seit langem in seiner eigenen Welt. Und wenn sich die Richtung nicht grundlegend ändert, ist es eine Welt, die dazu bestimmt ist, zusammenzubrechen.

Aber Zuckerberg hätte das kommen sehen müssen. Wenn es jemandem bewusst ist, dann ihm …

Wenn man sich schnell bewegt, macht man Dinge kaputt. [Umformatierung HHö]

Quelle

Ist das nicht lustig: Der eine Internetgigant erklärt dem anderen Internetgiganten den Krieg; die Folge soll sein: Das Ende für den Kriegserklärer!(?) Braucht man sich also nicht mehr staat-licheseits um die Entflechtung von Internetgiganten kümmern – was in den USA (endlich) zum Thema wird? Machen die das jetzt auch unter sich aus?

Im Untertitel zum zitierten Artikel heißt es:

Das Unternehmen steuert schon seit langem auf einen großen Crash zu.

Na denn man tau! Haut euch doch einfach gegenseitig in die Fr… (oder kauft euch gegenseitig auf zur BigBrother Inc.)

Nachtrag: Das Thema sollte sich auf Kriesels Beitrag „SpiegelMining“ und den dort gewonnen, nachvollziehbaren Erkenntnisse beschränken. Wir werden es noch ergänzen müssen, der Zusatz – Teil 1 ist erst am Ende entstanden!

Update 22.01., 12:33 h: Text an zwei Stellen geglättet.

Einzelnachweise

Einzelnachweise
1 Kurzversion „Traue keinem Scan, den du nicht selbst gefälscht hast“: Scans  entsprechen häufig nicht dem Original, besonders dann, wenn Xerox-Geräte involviert waren. Dies trifft natürlich auch auf Kopien zu, die vorher als Scans, also als Datei vorlagen und die anschließend ausgedruckt Ausdruck wurden.

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