„Sind die Rosse gut gefüttert …

… ist auch für die Spatzen gesorgt.“

„Wenn man einem Pferd genug Hafer gibt, wird auch etwas auf die Straße durchkommen, um die Spatzen zu füttern“ 

So stellen sich die „Kapitalisten“ das am liebsten vor: Das Volk – wie ein Schwarm zankender Spatzen auf den Hinterlassen-schaften ihrer Pferde – pickt die Reste auf, die von ihren Tischen fallen;  „Trickle-down-Theorie“ so heißt es im Jargon.

Ronald Reagan erklärt die "Reaganomics" (Wikipedia, s. Link im Text)

1)Der POTUS 40 erklärt seine Steuerpolitik, die „Reaganomics“ in Kurzfassung: 1) Angebote, Angebote, Angebote … (die Leute, auch die kleinen Leute, kaufen wie verrückt weil sie ja sonst nicht wissen wohin mit ihrem Geld), 2) Steuersenkungen erhöhen die Steuereinnahmen! (weil die Leute ja wie verrückt kaufen und deshalb die Wirtschaft brummt!)
Kommentar: Wtf??
Und auch der arme Adam Smith muss wieder einmal herhalten:

„Es ist die große Vermehrung der Produktion in allen möglichen Sparten als Folge der Arbeitsteilung, die in einer gut regierten Gesellschaft jenen universellen Reichtum verursacht, der sich bis zu den niedrigsten Bevölkerungsständen verbreitet.“

Quelle

Ja, das gilt für Investitionen in Produktion (und Nachfrage); das galt für die Mehrheit der „Kapitalisten“ 1776. Damals, als Investoren noch investierten, ironisch gesagt.

Heute „investieren Investoren“ (yt ab 5’58“) in Vermögenswerte (Aktien, Anleihen, Immobilien, Beteiligungen …) also in bereits vorhandene Werte, nicht in neue Produktion: „Neue Arbeitsplätze? NEIN, Danke! (das kostet und bringt Risiko mit sich) – Mehr Rendite? JA Immer!“2)So erklärt sich auch, (tlw.) der Kurs einer Aktie: Hält das Management die Kosten unten, steigen Gewinn und Rendite. Dass die Kosten des Einen die Einnahmen des Anderen sind usw. interessiert den einzelnen „Kapitalisten“ nicht; er denkt nur an seine Rendite!. Diese „Investoren“ und ihre „Investments“ müssen hochbesteuert werden3)… weil sie Einflüsse auf die Realwirtschaft haben: Immobilien-/ und Grundstücksspreise steigen, Mieten und Pachten steigen, Luxuskonsum schädigt die Wirtschaft und die Umwelt … und weil sie einfach leistungsloses Einkommen sind: Sie schaffen keine Arbeitsplätze, keine Produktion, keine Werte!, in allen Bereichen: Vermögen, Erbschaften, leistungslose Einkommen (Renten und Zinsen). Es muss der (neuen) Feudalwirtschaft ein Ende bereitet werden!

Der Mythos „Steuern und Abgaben gefährden Arbeitsplätze“ ist falsch! Richtig ist, dass – um im Bild zu bleiben – die, die mit Ihren Ansprüchen auf den Rössern sitzen, Arbeitsplätze gefährden.

Wenn wir hier von Rente sprechen geht es hier um

„Die Rente ist in der Wirtschaft ein regelmäßiges Einkommen, das ohne unmittelbare Gegenleistung erzielt wird.

Quelle

… es geht also ersichtlich nicht um die verdiente Altersrente des kleinen Rentners – auch nicht um das zusätzliche Einkommen von wenigen tausend €uro p. a. welches dieser u. U. zusätzlich hat aus irgendwelchen Anlagen erzielt – es geht um die leistungslosen Einkommen der Rentiers (aus dem frz., sprich Rontje(s) oder Rentje(s) – den heutigen Feudalherren –, welche in Form von Zinsen, Dividenden, Mieten, Pachten welche als Kosten auf die Wirtschaft, und so auf jeden Einzelnen von uns,  auferlegt werden: Es geht um die Kosten des Finanzsektors!

Ich will das an anderer Stelle später weiter vertiefen und heute nur die Frage stellen:

Was – außer Krisen – produziert der Finanzsektor? Was produzieren all diese Goldman Sachs (siehe 3.1 bis 4.2 und hier), UBS (siehe 6.4 bis 6.11), HSBC (siehe 1.1 bis 1.4)), LTCM (mit zwei ehemaligen „Nobelpreis“träger in der Führung), Deutsche Bank (siehe 5.1 bis 5.22(!!), BlackRock (siehe 3. und 4.) … … …?

Sie machen Reiche noch reicher und Arme noch ärmer!

Der ewige und unausrottbare Mythos: Steuern und Lohnkosten gefährden Arbeitsplätze ist nicht nur falsch und gefährlich: Er blendet alle Kosten jenseits von Löhnen und Abgaben aus.

Michael Hudson – er hat seine Lehrjahre u. a. im Finanzsektor zugebracht – hat (und nicht nur er) in vielfältigen Veröffentlichungen, zuletzt in seinem Buch Der Sektor (hier schon zitiert), vieles dazu ausgearbeitet. Darauf wird noch zurück zu kommen sein.

Einzelnachweise

1 Der POTUS 40 erklärt seine Steuerpolitik, die „Reaganomics“ in Kurzfassung: 1) Angebote, Angebote, Angebote … (die Leute, auch die kleinen Leute, kaufen wie verrückt weil sie ja sonst nicht wissen wohin mit ihrem Geld), 2) Steuersenkungen erhöhen die Steuereinnahmen! (weil die Leute ja wie verrückt kaufen und deshalb die Wirtschaft brummt!)
Kommentar: Wtf??
2 So erklärt sich auch, (tlw.) der Kurs einer Aktie: Hält das Management die Kosten unten, steigen Gewinn und Rendite. Dass die Kosten des Einen die Einnahmen des Anderen sind usw. interessiert den einzelnen „Kapitalisten“ nicht; er denkt nur an seine Rendite!
3 … weil sie Einflüsse auf die Realwirtschaft haben: Immobilien-/ und Grundstücksspreise steigen, Mieten und Pachten steigen, Luxuskonsum schädigt die Wirtschaft und die Umwelt … und weil sie einfach leistungsloses Einkommen sind: Sie schaffen keine Arbeitsplätze, keine Produktion, keine Werte!

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