Die Vorgeschichte der Agenda 2010 – Teil 1 … die Vorgeschichte der Vorgeschichte

… ist unter anderem die holländische Krankheit und Ihre Folgen gewesen.

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Tulpen aus Amsterdam – Bild von 8962 auf Pixabay.com
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Erdgas in der Nordsee – Bild von Viola', Pixabay.com

Die

Holländische Krankheit (englisch Dutch disease) ist ein volkswirtschaftliches Modell, das die negativen Auswirkungen eines Booms des Rohstoffsektors auf den produzierenden Sektor beschreibt.

Quelle

Was war passiert? In aller Kürze:

Die gesunde, reiche holländische Volkswirtschaft (Landwirtschaft, DAF, Shell, Philips …) wurde noch reicher: Große Gasfelder vor der holländischen Küste und in der Provinz Groningen (in den 1960-igern) wurden erschlossen mit der Folge, dass die Exporterlöse Hollands durch den Gasexport stark anstiegen und die inländische Wirtschaft beschädigten dadurch dass:

• Importe billiger werden, der Import von Gütern infolgedessen anwächst, was zu einer Erodierung der heimischen nicht-Rohstoffproduktion (Industrie, Landwirtschaft) führt
• Exporte teurer werden, was zu einer Verschlechterung der Internationalen Wettbewerbsfähigkeit führt …

Hinzu kommt, dass durch die Ausbeutung von Rohstoffen oftmals höhere Gewinne möglich sind, so dass viel Kapital in die Rohstoffgewinnung fließt, während der industrielle Sektor vernachlässigt wird.

Der Versuch der Lösung der induzierten Probleme führte dann in Holland zum Poldermodell. Eine kurze Beschreibung findet sich hier.

Wie bereits im Posting zuvor festgestellt:

Rohstoffe können zu erheblichen Problemen führen.

So ist es. Und inwiefern hat das mit der Agenda 2010 zu tun? Das wird in den folgenden 2 Teilen zu zeigen sein.

Der oben verlinkte Wikipedia-Eintrag führt noch weitere Beispiele auf:

Ein weiteres Beispiel für die Holländische Krankheit ist das spanische Reich im 16. Jahrhundert. …

… Australien um 1850 nach Entdeckung von Goldvorkommen

Und wie kann man die Probleme der holländischen Krankheit vermeiden? Indem man die Pest statt der Cholera wählt! Im Ernst:

Laut Joseph Stiglitz lässt sich die Holländische Krankheit dadurch vermeiden, dass Devisen in Höhe des Leistungsbilanzüberschusses nicht umgetauscht, sondern im Ausland investiert werden.

Ein klassischer Widerspruch zwischen dem was der Bauch (instinktiv) fordert und dem was der Kopf (besser) empfiehlt.

Wie wir bereits wissen (siehe hier): „Das deutsche Auslandsvermögen [hat] die Motten“). De facto ist Stiglitz‘ Vorschlag also die Wahl zwischen Pest und Cholera. Auslandsinvestitionen sind immer mit Bewertungsproblemen („haben gerne die Motten“) und/oder mit Machtausübung verknüpft; irgend eine Art von Propagandakrieg, Handelskrieg bis hin zum Schießkrieg (das letzte Mittel). Wir, die Tüchtigen, die Starken, die Sparsamen, die „Leistungsträger“ gegen Die, die Untüchtigen, die Schwachen, die Prasser, die „Sozialschmarotzer“ (die „Harzies“)!

Tatsächlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen: Verwerfungen der hier thematisierten und ähnlicher Art lassen sich nur durch internationale Zusammenarbeit (weg mit dem Wettbewerbs-Mythos!, keine xx-Kriege) mit dem Ziel eines kurzfristigen Ausgleichs zwischen den Volkswirt-schaften, Völker, Nationen, Kulturen … – in einem Wort: zum Wohle aller – vermeiden. Natur, Umwelt und Klima profitieren ebenfalls. Liebe Politiker, liebe Komiker Ökonomiker: Das ist doch eine Aufgabe, für die es sich lohnt, sich anzustrengen, bitte handelt dementsprechend!

Wir nähern uns der Aganda 2010 langsam an!

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