Experten weisen den Weg – Teil 1 Studenten rebellieren …

gegen falsche Darstellungen in den Lehrbüchern.

Bild von Nino Carè auf Pixabay.com

Geld ist ein Tauschmittel, der Staat finanziert sich durch Steuern und Schulden, die Zentralbank ist unabhängig usw. Allen diesen Mythen ist MYTHOS schon auf die (falschen) Schliche gekommen. Dabei liegt es auf der Hand – und die Studenten haben es gemerkt!!Hier ein entsprechender Hinweis bei Norbert Häring.

Den „Ächzperten“ geht es um Macht und Einfluss, um ihr eigenes Renommee (frei nach dem Motto: „Herr Kollege: Nennst du mich Goethe, nenn‘ ich dich Schiller“) und dafür wird an Vorstellungen festgehalten, die logischem Nachdenken nicht standhalten und schon längst als falsch entlarvt sind.

Wie das geht? Ganz einfach: Man zitiert sich – gemäß des vorstehenden Mottos – immer wieder gegenseitig selbst und besetzt weltweit die Schaltstellen an Universitäten, Instituten und „Think-Tanks“(s. z.B. in Die Anstalt dargestellt, hier von Heiner Flassbeck beschrieben und hier, sowie hier von Daniel Deimling) und sorgt für entsprechende Mittelzuteilung, Rezeption und Aufmerksamkeit in den Medien.

Dabei wäre es doch so einfach: Hinter alten Türen in alten Büchern stehen schon längst alle die „neuen Erkenntnisse“ die uns verschwiegen werden: „Willst Du etwas neues finden, schau in alten Büchern nach!“

Dass „Ächzperten“ immer über Expertenwissen verfügen ist ein Mythos. Dieser Mythos ist nicht immer aber viel zu häufig falsch!

(Update: Der Beitrag vom 20.12.2019 ist – nach dem Hinweis eines Lesers – per Kommentar in eigener Sache klargestellt worden. Vielen Dank an den aufmerksamen Leser!)

Skepsis gegenüber Expertenmeinung und selber nachdenken ist angesagt. „Wage es dich deines Verstandes zu bedienen!“ (Variante: „Wage es weise zu sein!“), das sagt die Aufklärung, Immanuel Kant, dazu.

Ja, hinter alten Türen in alten Büchern steht „das Neue“, das zur erfolgreichen Verteidigung „des eigenen Platzes am Trog“ verdrängte Wissen. Die nun folgende (unvollständige!) Aufzählung von Menschen, die bedeutende Erkenntnisse gewonnen haben, dient nicht der Angabe oder dem Beleg einer Autoritätsgläubigkeit anderer Art, sie kann für die Leser hier Ausgangspunkt für eigene Gedanken und Nachforschungen sein:

Nicholas Barbon (1696 – die englische Wikipedia ist aussagefähiger als die deutsche) – die bereits bekannten Georg Friedrich Knapp (1905), Alfred Mitchell-Innes (1913/14) –, John Meynard Keynes (1936), Abba P. Lerner (1943), Karl Polanyi (1944), Hyman P. Minsky (1986). Die Jahreszahl steht jeweils für eine wichtige Veröffentlichung des Jeweiligen. Hierbei wollen wir es belassen, nicht ohne noch einen Blick auf die aktuellen „Abweichler“ zu werfen: L. Randall Wray, Warren Mosler, Stephanie A. Kelton, Bill (William) Mitchell, Heiner Flassbeck, Paul Steinhardt, Helge Peukert, Norbert Häring und Dirk Ehnts.

Wenn man bedenkt, dass a) die Liste unvollständig ist und b) die genannten „Abweichler“ Mitarbeiter und Mitstreiter hatten und haben, kann man erahnen, wie groß der Einfluss und die Verdränungsleistung des Mainstreams und der Think Tanks à la Mont Pèlerin Society ist: Wer nicht die Meinung des Mainstreams vertritt (siehe der verlinkte Artikel von Heiner Flassbeck: „Das falsche Gleichgewicht“) bekommt keine Forschungsaufträge und keine Mittel zugeteilt (siehe der verlinkte Artikel von Deimling: „Der Teufel liegt in den Strukturen“), wird nicht veröffentlicht und schon gar nicht zitiert: EDEKA (Ende der Karriere).

Man könnte MYTHOS nun vorwerfen: Ihr glaubt ja auch an Experten und deren Lehren, nur halt eben an andere! Ja und NEIN! Wir schenken unser Vertrauen gerne den Menschen, deren Argumente empirisch belegbar und logisch nachvollziehbar sind. Beides (Empirie und Logik) sind unverzichtbare Bausteine in den Gedanken und Argumenten, die hier vertreten werden. Auf Gleichgewichtsmodelle und komplizierte mathematische Verrenkungen, die deren Plausibilität nachweisen sollen wird, sofern sie unsere beiden Bedingungen nicht erfüllen, ausdrücklich nicht vertraut.

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