Was hinter dem Geld steht

Aus Geld kann man mehr Geld machen!
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So oder so ähnlich lautet der Mythos.

Mit Geld haben wir uns schon intensiv beschäftigt, was es ist, woher es kommt das wissen MYTHOS-Leser: Geld ist Kredit und es kommt vom Staat (Geld-zuerst-Regel). Fragt man sogenannte Experten (gerne hier „Ächzperten“ genannt) „Was steht hinter dem Geld?“ lautet die Antwort in der Regel etwas mysthisch: „Werte, die Werte der gesamten Volkswirtschaft (des Staates/Landes).“ Gemeint ist natürlich: Verwertbares Eigentum des Schuldners und/oder seine zukünftige Arbeitskraft, mit der er seine Verbindlichkeit (seine Schuld) wieder abarbeiten kann. Wer es nicht gemerkt hat: Alfred Mitchell-Innes hat wohl recht, oder?

Kann man also aus Geld mehr Geld machen? Nein! Dieser Mythos ist falsch!

Wir wollen gemeinsam etwas tiefer in den Mythos hineinschauen:

Viele träumen davon, den Blaumann (die schmutzige Arbeit) gegen den weißen Kragen (den sauberen Bürojob) zu tauschen. Ultimativ kumuliert das im Export der Arbeit in die „unterentwickelten Länder und Zonen“ (DIE sollen für billiges Geld für uns arbeiten) während WIR hier die Schreibtischarbeit, die feinen Jobs machen. Das erhöht obendrein noch die Rendite (ist „effizienter“). Man kann das selbstverständlich auch umgekehrt sehen: Export der Arbeit zu erst für die Rendite, dann für die „sauberen“ Jobs.

Die Formel nach Karl Marx lautet: G-W-G‘ – Geld (G) wird eingesetzt um Ware (W) zu produzieren, die verkauft wird, d.h. sie wird umgewandelt in mehr Geld (G‘). So funktioniert das in jeder kapitalistischen Gesellschaft. Ausgeblendet wird der diesem System innewohnende Zwang zum Wachstum (der sog. „immanente Wachstumszwang einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung“ , eben G-W-G‘). Aber das ist eine andere Baustelle, die jetzt noch nicht bearbeitet wird.

Und wo ist die Logik die ein G-G-G‘ möglich erscheinen lässt? Wenn wir für einen Moment den sicheren Boden (Geld ist Kredit) verlassen und uns erneut fragen: „Was steht hinter dem Geld?“ dann ist auch diese Frage einfach zu beantworten: Hinter dem Geld steht menschliche Arbeit (der Blaumann!), die Erzeugung realer Güter!

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Backing of money (1)
There is, in the end, only one possible backing of money, and tahat is human work. All the mechanisms of banking an finance tend to hide this basic fact.

(Die Rückdeckung von Geld (1)
Es gibt letztlich nur eine mögliche Grundlage für Geld, und das ist die menschliche Arbeit. Alle Mechanismen des Bank- und Finanzwesens neigen dazu, diese grundlegende Tatsache zu verschleiern.
[Übersetzung HHö; Quelle])

Wir fassen zusammen: Hinter dem Geld steht Arbeit, die durch menschliche Arbeit erzeugten Güter. Die dafür notwendigen Voraussetzungen sind Kredite (Geld) die investiv verwendet werden. Ein G-W-G‘-Modell ist täglich geübte Praxis in einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung; ein G-G-G‘-Modell ist daher unter keinen Bedingungen logisch möglich.

Nachtrag zum vorstehenden Zitat: „Alle Mechanismen des Bank- und Finanzwesens neigen dazu, diese grundlegende Tatsache zu verschleiern.“ Wir erinnern uns: Statt die Menschen zu bilden, korrekt zu informieren und aufzuklären wird mit Akribie verschleiert. Die BoE hat bis März 2014 und die BuBa bis April 2017 gebraucht Dinge einzugestehen, die schon immer so gewesen waren aber bis dato falsch dargestellt wurden!

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