Geld ist ein Tauschmittel–Teil 1

Geld wird als allgemein als Tauschmittel (Ware gegen Geld oder Leistung) mystifiziert. Was ist Geld überhaupt?

Geld ist kein Tauschmittel, es ist das vom Staat „proklamierte und seinen Bürgern und der Wirtschaft aufgedrängte“ Zahlungsmittel (sinngem. Zitat aus G. F. Knapp „Staatliche Theorie des Geldes“, 1905).

In die Welt, in Verkehr gebracht wird es vom Staat. Er bezahlt alle seine Löhne und Gehälter und kauft alle Leistungen, die er zur Verfügung stellt, in seinem Geld („drängt sein Geld auf“). Die Menschen die so ihr Einkommen erzielen kaufen ihrerseits ein, und alle anderen Teilnehmer der Wirtschaft, die vom Staat bezahlt werden, geben das Geld wieder als Zahlungen für Einkauf, Vorleistungen und für Löhne ihrer Mitarbeiter aus. So setzt sich dann auch das staatliche Geld als allgemeines Zahlungsmittel durch.

Der Mythos: Geld ist ein Tauschmittel ist zu verwerfen!

Geld ist Zahlungsmittel wie ein Token (Mitchell-Innes), wie eine Marke (G. F. Knapp), ein Symbol für für eine zu erhaltende Leistung – wie die Rückgabe eines Mantels gegen eine Garderobenmarke – oder für eine bezahlte Leistung – wie die Beförderung eines Briefes – gegen die Gebühr, die in Gestalt der aufgebrachten Briefmarke entrichtet wurde (beide Beispiele nach G.F. Knapp).

Das Geld wird vom Staat als gesetzliches Zahlungsmittel „proklamiert“ (bekannt gegeben) und nur dadurch, dass der Staat alle seine Zahlungen in seinem Geld leistet und Zahlungen an sich (z.B. Steuern) nur in seiner eigenen Währung akzeptiert, erzwingt er die Akzeptanz seiner Währung in der Bevölkerung und in der Wirtschaft.

In der Knappschen Definition ist ausschließlich Münzgeld „bares Geld“ (wir zählen heute auch Geldscheine mit zum Bargeld). Geld hat keinen Wert an sich, auch nicht Edelmetallmünzen: Nur wenn der aufgeprägte Wert (der Nominalwert) größer ist als der Metallwert der Münze, wird diese nicht in Tresoren und Schatullen verschwinden sondern weiter umlaufen. Das trifft definitiv auch auf Papiergeld zu. Der aufgedruckte Wert ist in jedem Fall größer als der Materialwert.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Die Leistung wird mit der Währung Geld aufgewogen. Der Gesetzgeber hat die Geldschöpfung an das Bankensystem abgetreten und die Zentralbank ist der Währungshüter!
    Im Sinne des Geldsystems übernehmen die Banken eine Treuhandfunktion. Entgegen jeder Vernunft, hat man die Geldschöpfung nicht von der Wirtschaft getrennt und so den Banken Forderungen und Verpflichtungen auferlegt, was natürlich völliger Blödsinn bedeutet.
    Die Geldschöpfung soll den Austausch der gegenseitigen Leistung erleichtern. Es findet demnach ein Austausch Geld gegen Leistung statt, damit verkörpert Geld die Leistung.

    Geld ist Leistungsgegenwert.

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